WIR BIETEN SKALIERBARE LÖSUNGEN FÜR JEDE ANFORDERUNG.

Sie können aus mehreren Standardgrößen wählen oder eine für Ihre Anforderungen passende Anlage von uns entwickeln lassen.

Die vapothermale Carbonisierung (VTC)


Die vapothermale Carbonisierung (VTC) ist ein aus der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) weiter entwickelter Prozess, welcher unter Anwendung von Hitze und Druck den natürlichen Inkohlungsprozess (also die Entstehung fossiler Kohle über einen Zeitraum von Jahrmillionen) in wesentlich kürzerer Zeit nachahmt.


Im Gegensatz zur HTC findet die Reaktion dabei nicht in einem heißen Wasserbad (hydro = Wasser, thermal = durch Wärme bewirkt) statt, sondern in einer Reaktionsatmosphäre aus Sattdampf (vapo(r) = Dampf, thermal = durch Wärme bewirkt).


Die VTC ist ein Batchprozess, die Reaktionszeit beträgt je nach Biomasse, Reaktionsdruck und -temperatur in unseren Anlagen typischerweise drei bis vier Stunden, um eine Biokohle mit einem hohen Carbonisierungsgrad und einem Heizwert zwischen Braun- und Steinkohle zu erzeugen.


Der Vorteil der VTC gegenüber der HTC liegt dabei insbesondere in der einfacheren Prozessführung, der erheblich größeren Durchsatzleistung und wesentlich geringeren Anforderungen an die Vorbehandlung der zu behandelnden Biomasse.


Biomasse, die mit der VTC behandelt werden soll muss nicht, wie bei der HTC, auf ein pumpfähiges Maß zerkleinert werden, sondern kann in den allermeisten Fällen völlig ohne Vorbehandlung eingesetzt werden. Dies führt zu erheblich günstigeren Investitionskosten für eine vapothermale Carbonisierungsanlage.


In klassischen VTC Systemen wird die Biomasse im Reaktor direkt mit Sattdampf beaufschlagt, der eingesetzte Dampf überträgt seine Wärme- und Kondensationsenergie auf die Biomasse und wird anschließend als, mit Zwischenprodukten und Reaktionsprodukten, stark verschmutztes Prozesskondensat wieder aus dem Reaktor abgezogen. Dieses Kondensat muss anschließend aufwändig gereinigt werden und kann aufgrund der starken Verschmutzung nicht in herkömmliche Kläranlagen eingeleitet werden.


Unsere zweite Anlagengeneration, die VTC-M, verfügt über einen mit heißem Thermoöl durchspülten Doppelmantel um den Reaktor herum. Im Innenraum des Reaktors verdampft das im Edukt enthaltene Wasser und erzeugt so automatisch eine für die Karbonisierung erforderliche Dampfdruckatmosphäre, ohne dass Dampf von außen zugeführt werden muss.


Die Vorteile dieses innovativen Aufbaus:
1. Es gibt keine dampfführenden Druckleitungen außerhalb des Reaktors mehr – dies verbessert die
    Arbeitssicherheit und reduziert den Prüfaufwand (Druckgeräteprüfung)
2. Es ist kein Dampferzeuger mehr erforderlich – dies reduziert die Investitions- und Betriebskosten
3. Es ist keine Speisewasseraufbereitung mehr erforderlich - dies reduziert ebenfalls die Investitions-
    und Betriebskosten
4. Durch die Einsparung von Frischdampf wird der Prozessabwasseranfall erheblich reduziert
5. Der Energieeinsatz für das Beheizen des Reaktors und die Behandlung des Prozessabwassers wird
    reduziert – und zwar um bis zu 30%!



Blockfließbild VTC-M



Das folgende Bild zeigt eine beispielhafte Anlage zur Herstellung von Biokohle aus 3.000 m³/d organischer Fraktion aus Hausmüll: 



footprint VTC



Der entscheidende Unterschied zwischen fossilen Energieträgern und Biokohle: Bei der Verbrennung fossiler Energieträger wird Kohlenstoff freigesetzt, der seit Millionen von Jahren im Boden eingeschlossen ist, während bei der Verbrennung von Biokohle nur Kohlenstoff freigesetzt wird, der ohnehin schon Teil des biogenen Kohlenstoffkreislaufs ist.



carbon neutral



Mit anderen Worten: Die Nutzung fossiler Brennstoffe erhöht die Gesamtmenge an Kohlenstoff in der Atmosphäre, während Biokohle innerhalb dieses Systems arbeitet. Bei der Verbrennung von Biokohle wird einfach der Kohlenstoff, der beim Wachsen der Pflanzen aufgenommen wurde in die Atmosphäre zurückgeführt. Das ist CO2-neutral.

BEISPIELE FÜR MATERIALIEN, DIE IN DER VTC VEREDELT WERDEN KÖNNEN: